API First reicht nicht mehr – Migration eines Monolithen mit MCP im Zielbild
Neben der Modernisierung des Backends standen zum Projektstart mehrere weitere perspektivische Ziele im Raum, die mit der aktuellen Architektur nicht zu realisieren sind: Ablösung des Rich Clients durch eine browserbasierte Web-Anwendung, Öffnung (und Monetarisierung) der API für externe Clients und natürlich auch die Betrachtung des Themas KI.
Unser erster Ansatz war klassisch: Wir führen APIs ein, um das Backend zu öffnen und schrittweise zu modernisieren. Relativ schnell haben wir gemerkt, dass API-First für uns nicht ausreicht, wenn die entstehende Architektur perspektivisch auch für KI-gestützte Nutzung geeignet sein soll.
In diesem Vortrag berichte ich, wie wir unsere laufende Monolith-Migration genutzt haben, um KI von Beginn an als Zielbild mitzudenken. Statt den Monolithen lediglich hinter eine technische API-Schicht zu legen, haben wir begonnen, fachliche Kontexte explizit zu machen und diese als stabile, kontextbewusste APIs zu schneiden. Dabei mussten wir lernen, bestehende Abhängigkeiten des Rich Clients zu respektieren und gleichzeitig neue Schnittstellen so zu gestalten, dass sie für MCP-basierte Zugriffe geeignet sind.
Domain-driven Design mit seinen Bounded Contexts hat uns dabei geholfen.
Lernziele
In der Session berichte ich über konkrete Entscheidungen, Irrwege und Learnings aus einer Migration, die noch nicht abgeschlossen ist – und zeige, wie sich Stabilität im laufenden Betrieb mit einer zukunftsfähigen, KI-offenen Architektur verbinden lässt.